● Fotos von
der 800-Jahr-Feier
Kobern feierte am 16.6.2007 800 Jahre St.
Matthias-Reliquie in Kobern.
Bericht
über die Ankündigung und den Verlauf des Festes finden Sie weiter unten unter
Berichte.
Hier Fotos von der Feier.
(Zum Vergrößern
Miniaturen anklicken. Mit der Rücktaste des Browsers kommt man dann
wieder auf diese Seite)
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In Erwartung des Bischofs vor dem Rittersaal
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Bischof Dr. Reinhard Marx begrüßt.
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Die Musikkapelle Kobern bringt ein erstes Ständchen
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Begrüßung durch Dechant Leininger
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Große Beteiligung
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Der Männerchor Kobern
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In Prozession geht es zur Pfarrkirche
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Der Bischof segnet die Gläubigen
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Begrüßung durch den Brudermeister der St. Matthias-Bruderschaft Hans-Josef Koggel
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Der Männerchor gibt ein schönes Bild in der Prozession ab
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Der Bischof
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Eine kurze Statio am Matthias-Brunnen in der Matthias-Straße
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Ein Schild in der Matthias-Straße
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Der Kinderchor singt ein von Chorleiter Nicolay komponiertes Matthias-Lied
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Die Prozessionsteilnehmer in der Matthias-Straße
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Der Kinderchor
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Der Bischof beim Einzug in die Kirche
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Der Brudermeister hält eine Ansprache in der Kirche
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Der Bischof bei der Predigt
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Mitglieder der St. Matthias-Bruderschaft
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Die Musikkapelle umraht den Gottesdienst
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Auszug aus der Kirche
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Die St. Matthias-Bruderschaft in der Prozession zur Matthias-Kapelle
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Die Vorbeterinnen der St. Matthias-Bruderschaft
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Das Ziel: Die Matthias-Kapelle
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Oberburg und Kapelle sind bald erreicht
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In der Monstranz eine Matthias-Reliquie
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Auch der Bischof genießt den Ausblick über Kobern
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Einzug in die Matthias-Kapelle
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In der Matthias-Kapelle
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Auszug aus der Matthias-Kapelle
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Chor mit Bischof singen ein Loblied auf die Mosel und den Wein
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Gemütliches Zusammensein
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Auf dem Heimweg im Koberner Mühlental
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● Berichte
800 Jahre
Matthiasverehrung an der Untermosel
Bischof Marx pilgerte mit den Gläubigen zur Matthiaskapelle
Matthiaslied der Kinder begeisterte Bischof Marx
Kobern-Gondorf. – Zur 800-Jahrfeier der Verehrung des Apostels Matthias
an der Untermosel hat der Trierer Bischof Dr. Reinhard Marx
der Gemeinde von Kobern-Gondorf am vergangenen Wochenende einen Besuch
abgestattet. „Ich möchte mit diesem Besuch die lange Tradition bekräftigen, die
diesen Ort der Matthiasverehrung mit dem Bistum Trier verbindet“, betonte er in
einem Festgottesdienst, bevor er mit den Gläubigen in einer Prozession singend
und betend hinauf zu der dem Trierer Bistumspatron geweihten Kapelle auf der
Oberburg pilgerte. Die spätromanische Kapelle hoch über der Mosel gilt mit ihren
orientalischen Stilelementen als ein baukünstlerisches Juwel. Sie war in der
ersten Hälfte des 13. Jahrhundert als Reliquienkapelle für die Aufbewahrung des
Hauptes des Apostels Matthias erbaut worden.
Wie der Bischof in seiner Predigt erklärte, „ist die Reliquienverehrung, die
manchen als fremdartig erscheinen mag, immer eine Suche, in die Nähe von
Menschen zu gelangen, die nahe bei Jesus waren, die wie er gelebt haben, oder
die, wie der Apostel Matthias, von Anfang an dabei waren“. Daher sei auch die
Matthiasverehrung „kein magischer Kult“, sondern eine Einladung, von jenen
Menschen, die Jesus nahe gewesen seien, zu lernen, was Christsein bedeute. Es
gelte, miteinander nach vorne zu schauen und mit der Kraft der großen
geistlichen Tradition dieses Ortes, die Wahrheit Jesu Christi zu bezeugen.
Hans-Josef Koggel, der Brudermeister der St. Mathiasbruderschaft, erinnerte
daran, dass lange Zeit das Haupt des Apostels Matthias in der Kapelle auf der
Oberburg aufbewahrt war, bis es 1927 seine letzte Ruhestätte in der Abteikirche
von St. Matthias in Trier fand, indem es den dort ruhenden Gebeinen des Apostels
Matthias beigegeben wurde. Nachdem das Haupt des hl. Matthias 1207 in den Besitz
der Koberner Ritter gekommen war, hatte sich, wie Koggel erklärte, eine rege
Wallfahrt entwickelt. Seit dieser Zeit wird in der Pfarrkirche noch ein kleines
Reliquiar des Heiligen aufbewahrt, das aus Anlass der 800-Jahrfeier nach dem
Gottesdienst in Prozession hinauf zur Matthiaskapelle getragen wurde, wo Bischof
Marx die Gläubigen mit dieser kostbaren Reliquie des Heiligen segnete. Der
Leiter der Organisation „Burgen, Schlösser, Altertümer“ in Rheinland-Pfalz,
Thomas Metz, dankte der Matthias-Bruderschaft für ihre engagierte Mitsorge, dass
die Menschen dieses Gebäude „nicht nur als konservatorisches Denkmal sondern als
Kirche erleben können“. Die Organisation steht in der Nachfolge der Verwaltung
der staatlichen Schlösser Rheinland-Pfalz und hat die Aufgabe, das ihr
anvertraute kulturelle Erbe zu sichern, zu unterhalten, zu pflegen und für
künftige Generationen zu bewahren.
Zu Beginn der Feier hatten der Dechant des Dekanates Maifeld-Untermosel,
Hans-Ludwig Leininger, und Ortsbürgermeister Werner Wolff den Bischof auf dem
Marktplatz von Kobern willkommen geheißen. Schützenbruderschaften und
Freiwillige Feuerwehren aus verschiedenen Moselgemeinden, Chöre und Musikvereine
geleiteten den Bischof zur Pfarrkirche. Bei einer kurzen Statio am
Matthiasbrunnen sorgte der Kinderchor „Notenzauber“ von Kobern für eine kleine
Überraschung: Unter der Leitung von Patrick Nikolay sangen die Kinder ein von
ihnen gedichtetes und komponiertes Matthiaslied, das den Bischof so sehr
begeisterte, dass er spontan dazu anregte, das Lied, das den Lebensweg des
Apostels zum Inhalt hat, für Gottesdienste zu Ehren des Heiligen weiterzugeben.
„Das ist ein sehr schönes Lied und für die Gläubigen ein richtiger
Muntermacher“, stellte Bischof Marx anerkennend in seinem Dankwort an die Kinder
fest.
(Bericht von der Webseite des Bistums Trier
cms.bistum-trier.de)
Matthiasreliquie wird groß
gefeiert
Festgottesdienst zur 800-Jahr-Feier der Kapelle
KOBERN-GONDORF. 800 Jahre Matthiasreliquie - das wird am Wochenende groß in
Kobern-Gondorf gefeiert. Demnach wäre die Reliquie, das Haupt des Apostels, 1207
an die Mosel gekommen. Lange Zeit hielt man dieses Datum aber für zu früh. "Die
Koberner Tradition besagte, dass der Ritter Heinrich von Isenburg vom fünften
Kreuzzug 1217-1221 die Reliquie mitgebracht habe", sagt Hans-Josef Koggel,
Brudermeister der Matthiasbruderschaft.
Der ehemalige Ortsbürgermeister von Kobern-Gondorf hält diese These mittlerweile
allerdings für falsch. Vielmehr stimmt er der Vermutung des Historikers
Professor Dr. Franz-Josef Heyen zu, wonach die Reliquie bereits im Zuge des
vierten Kreuzzuges (1202-1204), der die Plünderung von Byzanz zur Folge hatte,
nach Kobern-Gondorf gekommen sein soll.
"Man weiß, dass bei der Eroberung von Byzanz zahlreiche Reliquien etwa aus der
Hagia Sophia oder dem Kaiserpalast geraubt worden sind. Und da man eine Reliquie
wie den Kopf des heiligen Matthias nicht irgendwo im Orient am Straßenrand
erwirbt, liegt es nahe, dass er von der Plünderung von Byzanz stammt", erklärt
Heyen. Gestützt wird diese These auch durch den Überbringer der Reliquie, den
Ritter Heinrich von Ulmen, der nachweislich am vierten Kreuzzug teilnahm.
"Heinrich von Ulmen steht in der Hierarchie wesentlich über Heinrich von
Isenburg, was natürlich auch dafür spricht, dass er eine solch kostbare Reliquie
mitbringt", sagt Heyen. Außerdem führte der fünfte Kreuzzug nach Ägypten, wo es
im Gegensatz zum Heiligen Land oder zu Byzanz nicht diese Fülle von Reliquien
gab.
Ihre letzte Ruhestätte fand die Reliquie des Apostels Matthias allerdings auch
in Kobern-Gondorf nicht. Im 14. Jahrhundert verlangte Erzbischof Balduin von
Trier ihre Herausgabe. Sie wurde dann eine Zeit lang in Koblenz auf der Burg
Helfenstein, einem Vorgänger der Festung Ehrenbreitstein, verwahrt, um 1422 in
den Trierer Dom überführt zu werden. 1927 wurde die Reliquie in einer
feierlichen Prozession in die Trierer Abteikirche St. Matthias überführt, wo
sich das Grab des Apostels befindet. Eigens dazu angereist war der
Apostolische Nuntius Eugenio Pacelli, der spätere Papst Pius XII. (1939-1958).
Peter Karges
(Aus Rhein-Zeitung vom 15.06.2007)
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